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| RHEINISCHE POST 11.10.2011 | |||||||||||||||||||||||||||||||
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Rock-Klassiker und Pop-Perlen - und alles live | ||||||||||||||||||||||||||||||
| VON UWE PLIEN MOERS Das muss man erst mal hin- kriegen:Zwei Bands, zwei Bassisten und beide hatten an diesem wun- derbaren Rock- und Pop-Abend im „Bollwerk“ Geburtstag. Klar, dass das Publikum Carsten Bolk von „Adam’s Pet“ und Yul Czernik von „Do It Again“ mit einem Ständchen hochleben ließen. Alles Gute für die Meister der tiefen Töne. „Do It Again“ stellten ihre neue, zweite CD vor, wiederum ein Kon- zert-Mitschnitt. „Let Live Rule“ heißt die sehr hörenswerte Scheibe; den Titel wählte die Band in Anleh- nung an die Lenny-Kravitz-Num- mer„Let Love Rule“. Es war ein klares Bekenntnis zur Bühne und sollte sagen: Wir sind eine Live-Band! Und was für eine: „Do It Again“ spielen nicht nur Klassiker, sie sind selbst ein gewichtiges Stück regio- naler Musikgeschichte. Drei her- vorragende Sänger (Anja Middeldorf, Angelika Krell und Helmut Blumendahl), und fünf Top-Instru- mentalisten (Gitarrist Mac Langwald, Keyboarder Dieter Kahlen, Drummer Volker Janacek, Bassist Yul Czernik und Saxophonist Achim Rietzler) sind alte Haudegen der Szene; stammen überwiegend aus Neukirchen-Vluyn und Rhein- berg und werfen rund 250 Jahre Bühnen-Erfahrung in den Ring. Exquisites Repertoire Das hörte man vom ersten bis zum letzten Ton. Keine andere Cover- Band in der Gegend serviert ihrem Publikum ein so exquisites Repertoire in so pardon geilen Arrangements. Abgedroschene Party- Kracher zwischen Stones, Westernhagen und „Summer of 69“? Fehlanazeige. „DIA“ dokumentierten mit |
„erwachsenen“ Versionen von Songs so unkaputtbarer Größen wie Al Green, Steely Dan, Bonnie Raitt, Joe Jackson oder Marvin Gaye, was sie drauf haben. Und als Anja Middeldorf im Zugabenteil bei Shockings Blues „Venus“ die federleichte Latin-Groove-Maschine anwarf, kriegte man eine Gänsehaut und wollte abheben vor Glück. Es wurde sogar getanzt „DIA“ spielten viele neue Songs. Diese Auswahl bot eine Menge Verve, die Band schob gut ab und siehe da: Es wurde sogar getanzt im „Bollwerk“ Hätte der Tontechniker noch einen guten Sound hinbekommen, wäre die Sache geritzt gewesen. Mit „Adam’s Pet“ hatten „Do It Again“ Gäste eingeladen Freunde, die den Abend bereicherten. Auch hier standen mit Carsten Bolk (Bass), Hans Lammert (Keyboards) und Martin Morsch (Drums) drei Musiker auf der Bühne, die man kennt in Moers. Die Sänger Michael Hanhart (Lead) und Tanja Jansen (Chor) rundeten das sympathische Bild ab. „Adam’s Pet“ glänzten ausschließlich mit eigenen Songs. Hans Lammert hat beim Komponieren ein sicheres Gespür für feine Melodien, weiß, wie moderner Piano- Pop klingen muss. Und der bewegliche Hanhart smarte Pop- Stimme und witzige Ansagen setzte seine englischen Texte darauf. Er sang über Abschied („Goodbye“) oder über seine Verehrung der guten, alten Vinyl-Platten. Ein echter Top-Song war „Speak“. Aber wo war der Gitarrist? Gab’s nicht, „Adam’s Pet“ verzichteten selbstbewusst auf eine Gitarre. Damit heben sie sich wohltuend ab von vielen anderen Bands. Ideenreiche Pop-Musik, starke Band. |
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| www.adams-pet.de | |||||||||||||||||||||||||||||||